Ing. Lucie Humeni
Heu bildet die Grundlage der Futterration jedes Pferdes. Es ist eine wichtige Quelle für Ballaststoffe, unterstützt die Darmtätigkeit und trägt zum psychischen Wohlbefinden des Tieres bei. Nicht immer steht jedoch Heu in ausreichender Qualität oder Menge zur Verfügung, oder es gibt Pferde, die aus gesundheitlichen Gründen kein klassisches Heu mehr in den benötigten Mengen aufnehmen können. Genau in solchen Situationen bietet sich die granulierte Form von Heu an, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist.
Diese Art von Futtermittel stellt einen nährstoffreichen Ersatz für herkömmliches Heu dar. Das granulierte Heu von Energys wird aus hochwertigen Gräsern hergestellt, konkret aus Deutschem Weidelgras. Das geerntete Gras wird schonend getrocknet, zerkleinert und anschließend gepresst. Vor der Fütterung werden die Pellets einfach eingeweicht, wodurch ein Brei entsteht, den Pferde gerne und problemlos aufnehmen. Dank der geringen Staubentwicklung ist diese Fütterungsform zudem ideal für Pferde mit empfindlichen Atemwegen oder Allergien. Ebenso eignet sie sich für Pferde mit Zahnproblemen, die klassisches Heu nicht mehr ausreichend zerkauen können. Ein weiterer Vorteil ist die genaue Kontrolle der aufgenommenen Ballaststoffmenge.
Der Einsatz von Heugranulat ist sehr vielseitig. Es bewährt sich bei älteren Pferden, die voluminöses Futter nur noch schwer aufnehmen können, ebenso wie bei Pferden in der Rekonvaleszenz, die eine schonende und leicht verdauliche Energiequelle benötigen. Aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts ist es auch für Pferde mit Stoffwechselproblemen wie Insulinresistenz oder Cushing-Syndrom geeignet. Eine stabile Ballaststoffaufnahme kommt zudem Pferden mit Neigung zu Magengeschwüren zugute und hilft, ihre Verdauung im Gleichgewicht zu halten.
Das Produkt Energys Nature Granuliertes Heu wird ausschließlich aus Weidelgras (Lolium spp.) hergestellt, also aus einer einzigen, sorgfältig angebauten Grasart. Diese Monokomponentigkeit bietet im Vergleich zu herkömmlichem Wiesen- oder Grasheu einen wesentlichen Vorteil – gleichbleibende Qualität und einen stabilen Nährstoffgehalt.
Bei Mischheu, in dem natürlicherweise eine breite Palette an Gräsern, Kleearten und Kräutern vorkommt, kann der Nährwert stark variieren. Die Zusammensetzung solcher Heue wird nicht nur vom Verhältnis der einzelnen Pflanzenarten beeinflusst, sondern auch von deren Entwicklungsstadium, der Bodenqualität oder der Lage der Wiese (Gras vom Hügel hat einen anderen Nährwert als Gras aus dem Tal). Jeder Schnitt kann daher einen völlig unterschiedlichen Gehalt an Rohprotein, Zucker oder Ballaststoffen aufweisen, was eine exakte Dosierung und ernährungsphysiologische Kontrolle erschwert.
Ein Weidelgrasbestand ist hingegen ernährungsphysiologisch ausgewogen, sodass das Endprodukt eine stabilere und besser vorhersehbare Zusammensetzung aufweist. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für Pferde mit gesundheitlichen Einschränkungen wie Insulinresistenz, Cushing-Syndrom, Magengeschwüren usw.
Ein weiterer Vorteil des Weidelgrases ist seine natürliche Verdaulichkeit und hohe Akzeptanz. Das Gras besitzt ein ideales Verhältnis von Ballaststoffen zu Rohprotein, unterstützt eine gesunde Darmmikrobiota und belastet gleichzeitig den Stoffwechsel nicht. Pferde nehmen Weidelgrasgranulat bereitwillig auf, auch wenn sie wählerisch sind oder nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, herkömmliches Heu zu fressen.
Vor der Fütterung muss das granulierte Heu immer eingeweicht werden, idealerweise 20 bis 30 Minuten lang, im Verhältnis von einem Teil Pellets zu zwei bis drei Teilen Wasser. So entsteht eine weiche Mischung, die für Pferde sicher und sehr gut verdaulich ist. Bei Pferden mit Neigung zum Schlingen empfiehlt es sich, einen dünnflüssigeren Brei herzustellen. Bei vollständigem Ersatz von Heu können bis zu 8 kg granuliertes Heu pro 500 kg Lebendgewicht des Pferdes gefüttert werden. Heugranulat kann auch trocken verfüttert werden, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen: bei niedrigen Mengen (max. 0,5 kg/500 kg Lebendgewicht) und in Kombination mit mindestens einem weiteren Futtermittel (z. B. Hafer, Gerste, Cornflakes) oder zusammen mit Müsli, sodass eine heterogene Mischung entsteht. Das betreffende Pferd sollte zudem keine Zahnprobleme oder Neigung zum Schlingen haben, gesundheitlich stabil sein und vor der Kraftfuttergabe sollte stets ein korrektes Fütterungsmanagement eingehalten werden (zuerst Raufutter und Wasser, erst danach Krippenfutter).